Der größte Teil aller gezupften Saiteninstrumente gehört zur Familie der Lauten, wo auf der Basis von anatomischen Details zusätzlich zwischen Kurzhalslauten und Langhalslauten unterschieden wird. Typische Kurzhalslauten sind neben der Gitarre und der Mandoline das arabische Al Ud, das chinesische Pi Pa, das japanische Biwa, das ungarische Koboz aus Ungarn und die schwedische Manndora. Zu den Langhalslauten zählen das Shamisen aus Japan, das Sanhsien aus China, das Tanbur aus Afghanistan, das Icbacarre aus Mosambik, das Khalam aus dem Senegal, die Sitar, das Sarod und die Tambura aus Indien sowie das Saz aus der Türkei. Der einzige Vertreter der Langhalslauten in Europa ist das Banjo, seinerseits ein Import aus Afrika via Nordamerika.
Mitglieder der Familie der Zithern besitzen keinen Hals. Hierzu gehören die Kantele or Kannel aus Finnland und dem Baltikum, das Gusli aus Russland, das Koto aus Japan und das Gu Zheng aus China, um nur wenige zu nennen. Zur Familie der Harfen schließlich gehören die Jarocha aus Mexico, die Arpa llanera und die Arpa Central aus Venezuela, das Ardin und die Kora aus Westafrika sowie das antike Konghou aus China und das Ceng aus der Türkei.
Zwar gehört das Cembalo zu keiner der obigen Familien, doch gilt es dennoch als Zupfinstrument, da seine Mechanik die Saiten nicht anschlägt, sondern mit Hilfe einer dem Plektrum ähnlichen Vorrichtung zupft.
