Saiteninstrumente gestrichen
 
 

Gestrichene Saiteninstrumente

Die Praxis des Bogenspiels stammt vermutlich ursprünglich aus Zentralasien und verbreitete sich von dort um etwa 1000 n. Chr nach China, Indonesien, Nordafrika und Europa. Gewöhnlich dient der Begriff Fidel als Kurzform für gestrichene Lauteninstrumente (Instrumente mit Hals und Resonanzkörper). Wie bei den gezupften Lauten wird auch hier zwischen Kurzhalsfideln und Langhalsfideln unterschieden. 

Zu den Kurzhalsfideln gehören neben der eruopäischen Violinenfamilie die Gadulka aus Bulgarien, das arabische Rebab, das Sarangi und das Sarinda aus Indien, sowie das Kobuz aus Zentralasien. Manche archaischen Kurzhalsfideln sind extrem einfach und praktisch halslos. Typische Langhalsfideln sind das Erh-Hu aus China, das Khil-Kuur aus der Mongolei, das Git-Git von den Philippinen, das Sa Dueng aus Myanmar, das Kamangah und das Katmantche aus dem Nahen Osten, das Amz'ad aus der Sahara und Nord Afrika und das Riti aus West Afrika.

Exotische Sonderfälle sind die schwedische Nyckelharpa mit ihrer tastaturähnlichen Greifhilfe, und die Drehleier aus dem europäischen Mittelalter mit ihrem gekurbelten Rundbogen. Bei der singenden Säge schwingt ein Sägeblatt aus Metall an Stelle einer Saite, weswegen sie in der Regel den Reib-Idiophonen zugeordnet wird.

 
 
 
 
Wir haben 1 Gast online