Die Saiten von geschlagenen Saiteninstrumenten werden durch das Schlagen oder Klopfen mit Schlagstöcken oder mechanischen Hilfen zum Schwingen gebracht. Aufgrund der Spieltechnik werden geschlagene Saiteninstrumente im Deutschen oft als "Schlaginstrumente" bezeichnet bzw. dieser vornehmlich für Perkussioninstrumente zuständigen Gruppe gänzlich zugerechnet. Begriffe wie "Geschlagene Chordophone" oder "Geschlagene Saiteninstrumente" tragen dagegen zusätzlich dem Hauptmerkmal der Klangerzeugung durch schwingende Saiten Rechnung und sind daher um einiges präziser.
Der prominenteste Vertreter dieser Gruppe ist das Piano, bei dem die Tonerzeugeng durch eine von der Klaviertastatur gesteuerte Hammermechanik erfolgt. Dies stellt gleichzeitig eine Ausnahme dar, denn bei der großen Mehrheit der geschlagenen Saiteninstrumente dieser Welt werden die Saiten manuell mit Hilfe von Schlagstöcken und Klöppeln bearbeitet, wie etwa beim Hackbrett (Hammered Dulcimer), der Chitarra Battente aus Italien, dem Santouri aus Griechenland, dem Cimbalom und dem Tsymbaly aus Osteuropa, dem Santur aus Indien, dem Khim aus Kambodscha, dem Dan Tam Thap Luc aus Vietnam, dem Yanggeum aus Korea, den Yangqin aus China, dem Joochin aus der Mongolei, und dem einsaitigen Berimbau aus Brasilien.
