Bei Perkussionsinstrumenten erfolgt die Klangerzeugung durch Schlagen, Schütteln oder Reiben, entweder mit der blossen Hand oder mit Hilfe eines Gegenstandes. Perkussionsinstrumente entstanden vermutlich zeitgleich mit der Erfindung der ersten Werkzeuge und gelten als die ältesten aller Musikinstrumente. Unterschieden wird zwischen Mebranophonen, wo der Klang durch die Schwingung einer Membran erzeugt wird (Trommeln, Bongo, Conga, Djembe, Tabla etc.) und Idiophonen, wo das Objekt selbst klingt (Glocken, Gongs, Shaker, Becken Triangel etc.). Instrumente wie Steeldrum, Marimba, Glockenspiel und Vibraphone gehören ebenfalls zu den Idiophonen. Sie nehmen jedoch eine Sonderstellung ein, da sie gestimmt und zur Erzeugung von Melodien in der Lage sind ("Gestimmte Idiophone").
Bekannte Perkussioninstrumente aus aller Welt sind der keltische Bodhran, die Tonbak aus dem Nahen Osten, Thavil, Tabla, Udukai, Dhol und Dholak aus Indien, Dhaa und Dhime aus Nepal, Djembe and Kpangolo aus Afrika, Cajon, Cabasa und Guiro aus Cuba, Pandeiro, Cuica und Atabaque aus Brasilien und die indonesische Gamelan Familie, um nur wenige zu nennen.
In Ausnahmenfällen werden Instrumente wegen ihrer Funktion innerhalb musikalischer Arrangements der Familie der Perkussionsinstrumente zugeordnet, obwohl sie aus technischer und anatomischer Sicht anderen Familien angehören - wie zB. das Apito und die Trillerpfeife - eigentlich Aerophone - oder das brasilianische Berimbao, das eigentlich ein Saiteninstrument ist.
